Erfahrungsberichte.

Letzte Aktualisierung: 01. Februar 2012

Jessica Hartmann & Darri

Meine ersten reiterlichen Erfahrungen habe ich vor etwa 8 Jahren auf Großpferden gemacht. Nach ca. 4 Jahren kam ich dann zufällig auf das Islandpferdezentrum Münzenfelder Hof in Wurmberg. Dort machte ich meine erste Schnupperstunde auf einem Islandpferd. Da mir das Reiten auf Islandpferden sehr viel Freude bereitet hat, habe ich dann von dem Großpferdehof auf den Münzenfelder Hof gewechselt.
Zuerst kam ich in eine normale Gruppenreitstunde. Gleich nach der ersten Reitstunde wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte in der Turniergruppe zu reiten, da diese gerade neu gegründet wurde. Natürlich war ich voller Freunde und habe alles mit meinem Eltern besprochen und so kam es dann dazu, dass ich auch an Turnieren teil nehmen konnte. Die Pferde wurden von dem Besitzer Klaus Osterloh vom Münzenfelder Hof zur Verfügung gestellt. Die fünf besten Reiter vom Hof haben dann ein Turnierpferd bekommen, um das sie sich kümmern und fleißig trainieren mussten.
Als erstes bekam ich einen Viergänger namens Einar von der Krähenweide. Einar ist in ein 10-jähriger Wallach. Mit ihm habe ich meine ersten Turniererfahrungen gemacht , ich hatte immer sehr viel Spaß ihn zu trainieren und am Turnier vorzustellen.
Nach ca. zwei Jahren kam dann das Passpferd Darri zu uns auf den Hof. Sein Besitzer war Klaus Osterloh. Er meinte, dass auch Darri in der Turniergruppe laufen sollte, da er eine sehr gute Passqualität hat. Eines Tages wurde ich dann gefragt, ob ich mit vorstellen könnte ihn auf dem Turnier zu reiten, aber dafür müsste ich Einar hergeben. Da ich mit Einar sehr zusammen gewachsen bin, viel mir diese Entscheidung nicht leicht, wir gingen durch schöne und schwere Zeiten . Jedoch hab ich mich dann entschieden Darri mal Probe zu reiten, um zu schauen, ob ich mit ihm zu Recht komme ,nach der ersten Reitstunde habe ich lange überlegt, was ich tun soll. Letztendlich habe ich mich dann für ihn entschieden.
Darri reite ich nun seit zwei Jahren auf dem Turnier und habe sehr viel Spaß mit ihm. Das erste Jahr war relativ ungewohnt für mich, da ich noch nie Speedpass geritten bin und Einar das Gegenteil von Darri ist. Durch hartes Training und viel Schweiß haben wir es dann geschafft auch mal weiter vorne mit zureiten. Außerhalb vom Training gehen wir auch gerne ins Gelände um einfach ein bisschen Abwechslung und Spaß zu haben. Darri und Ich sind in den zwei Jahren so zusammen gewachsen und ich bin einfach froh, dass Klaus mir das Gefühl von einem eigenen Pferd ermöglichen konnte.
Der erste große Erfolg für mich war, dass ich an der Deutschen Jugend Meisterschaft mit ihm teilnehmen konnte. Jedoch kam dann noch eine zweite Überraschung im Dezember. Die Einladung in den Jugend Kader Baden-Württemberg. Ich konnte es zuerst nicht glauben, dass ich es mit einem Leihpferd geschafft habe mich zu qualifizieren.
Ein Leihpferd zu bekommen bedeutet mir sehr viel, da man sehen kann, dass einem die Person sehr viel zutraut und auch anvertraut.
Ich bin Klaus Osterloh sehr dankbar, dass er mir Einar bzw. jetzt Darri zur Verfügung gestellt hat, denn ohne ihn wäre das alles für mich nicht möglich gewesen. Ein großes Dankeschön an Klaus Osterloh.

 

Jana Jörger & Litfara

Seit ungefähr 8 Jahren reite ich jetzt und durch eine Freundin bin ich vor 6 Jahren auf dem Islandpferdegestüt Mönchhof gelandet. Anfänglich nahm ich einmal pro Woche eine Reitstunde in der Gruppe. Da ich gerne auf dem Hof war und mich gerne um die Pferde kümmerte, kam ich dann auch mal übers Wochenende um von morgens bis abends nur bei den Pferden zu sein. Ich weiß noch wie ich jeden gefragt hatte ob ich was helfen kann. Am liebsten hab ich die Pferde geputzt oder bin mit ihnen spazieren gegangen. Eines zu reiten war immer nur mein Traum.
Eines schönen Samstags war ich natürlich wieder auf dem Mönchhof aufzutreffen. Ich war schon bei Einstellern und den Angestellten bekannt.
Dann kam eine Einstellerin namens Christina auf mich zu ob ich nicht mit ihr, ihre zwei Pferde auf die Koppel bringen möchte. Begeistert stimmte ich zu und wir unterhielten uns. Ich führte einen hübschen Rappwallach namens Rökkvi. Ich hatte mich sofort in ihn verliebt und zu meinem Glück fragte mich Christina ob ich ihn mal reiten möchte. Ich musste nicht lange überlegen und beantwortete diese Frage natürlich mit einem begeisterten ,,JA!'' ;-). Am nächsten Tag waren wir dann zusammen ausreiten und ich fühlte mich wie im siebten Himmel. Sie gab mir noch ein paar Tipps wie ich Rökkvi die richtigen Hilfen gab und so kam ich zu meinem ersten Reit- und Pflegepferd - Rökkvi vom Mönchhof.
Er war mein Ein und Alles. Zusammen gingen wir durch Dick und Dünn. Wir ritten gerne zusammen mit meiner damalig besten Freundin Franzi, die schon ein eigenes Pferd hatte, aus. Rökkvi brachte mir unglaublich viel bei. Wir nahmen zusammen Reitstunden und waren einfach ein unzertrennliches Team. Bis zu diesem Tag an dem mir Christina die schreckliche Nachricht überbrachte: Rökkvi wird verkauft. Für mich brachte eine Welt zusammen. Natürlich fragte sie mich als erstes ob ich ihn nicht kaufen möchte. Doch das ging aus finanziellen Gründen leider nicht. Natürlich bettelte ich trotzdem meine ganze Familie an, doch keiner gab nach. Rökkvi hatte viele Verkaufstermine, bis die neue Besitzerin gefunden war. Ich war natürlich unglaublich traurig und konnte mir nicht vorstellen dass ich jemals wieder so ein tolles Pferd finden würde. Inzwischen hatte ich schon viel von Rökkvi gelernt und konnte auch schon etwas schnellere Pferde gut ‚zügeln'. Also bot mir Christina, ihre Schimmelstute Litfara, mit der sie schon viele Turniere erfolgreich absolviert hatte, an. Ich probierte sie ein paar mal aus und freundete mich auch sehr schnell mit ihr an. Auch wir beide wurden mit Christinas Hilfe ein eingespieltes und tolles Team. Wir nahmen Reitstunden und trainierten für mein erstes Turnier - OSI Lichtenberg. Zusammen mit Litfara qualifizierte ich mich für den Jugendkader BaWü (2009).

Ein eigenes Pferd - der Traum vieler Mädchen und Jungen in meinem Alter. Ein Leihpferd ermöglicht einem eine ähnliche Beziehung. Vielen Dank nochmals an Christina Kohlbecker die mir das alles größtenteils ermöglicht hat.

Jana Jörger

 


Karolin Streule & Kolur vom Wiesenhof

Im Alter von vier Jahren absolvierte ich meinen ersten Reitlehrgang bei Bruno Podlech.
Später kam ich dann in das Jugendförderprogramm von Daniela Gehmaher, mit welcher ich heute noch zusammen trainiere.
Im Jahr 2007 hat mir dann Bruno einen tollen 5-jährigen Hengst zur Verfügung gestellt, Kolur vom Wiesenhof. Ich habe Kolur selbst eingeritten und ausgebildet. Es war für mich ein sehr großer Vertrauensbeweis, dass er mir dieses Pferd anvertraute und keinen Zweifel hegte, dass ich es nicht schaffen würde. Zu meinen Bedenken meinte er nur: „Wenn er bei dir nichts wird kann der Kopf ab."
Anfangs hat mir Bruno sehr viel Unterricht gegeben, auch auf meinem anderen Pferd. Leider hinderte ihn dann seine Krankheit. Er konnte dann zwar nicht mehr mit mir reiten gehen, aber sein Interesse an den Fortschritten von Kolur und mir war ungebrochen, sodass er sich immer erkundigte und mir hilfreiche Tipps gab.
Ich bin mir sicher, dass er auch heute noch ab und an vorbei schaut um zu sehen was wir treiben und uns bei so manchem Ritt begleitet!
Ich bin Bruno für sein Vertrauen und Glauben an mich sehr dankbar und durch Kolur habe ich jeden Tag eine Erinnerung an ihn.
Heute gilt mein Dank Bernhard und Markus Podlech. Da Kolur über ein Jahr nicht richtig fit war, verlängerten sie unseren Vertrag, hierfür nochmals DANKE.
Trotz allem naht der Abschied welchen ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe (wahrscheinlich mehr mit einem weinenden), denn einerseits ist man stolz was man dem Pferd alles beigebracht hat und dadurch sein Wert gestiegen ist und andererseits hängt man selbst sehr an dem Pferd. Doch wer denkt schon gerne an Abschied? Deshalb genießen Kolur und ich einfach jede Sekunde und trainieren fleißig weiter.


Stefan Hackauf & Perta vom Wiesenhof

Im Alter von 15 Jahren kam ich über die Talentschmiede zu meinem „neuen" Reit- und Turnierpferd Perta. Sie wurde vom Wiesenhof gezogen und anschließend nach Darmstadt verkauft. Da ihr Besitzer wenig Zeit hatte sie zu reiten und zu fördern, kam ich mit ein bisschen Glück an dieses wunderbare Pferd.
Nach dem ersten „pferdelosen" Treffen mit ihren Besitzern, bei denen Vertrags- und Geldangelegenheiten besprochen wurden, war es dann endlich so weit und sie wurde mir auf den Wiesenhof gebracht. Die anfängliche Probezeit verging wie im Nu und wir fanden relativ schnell einen gemeinsamen Nenner, so dass nach einem ziemlich erfolgreichen Turnier- und Trainingsjahr schnell feststand, dass wir auch in der nächsten Saison als Team vertreten sein werden und der Vertrag verlängert wurde.
Trainiert wurden wir damals von Dani Gehmacher, die mir auch zu diesem tollen Pferd verholfen hatte. Danke!!!
Nun stellt sich natürlich bei einer solchen Aktion auch immer die Frage wer welche Kosten etc. übernimmt. Reiter oder Besitzer???
In meinem Fall hatte ich großes Glück und ich musste nur den Beschlag und die Turnierkosten selbst tragen. Unterstand und Tierarzt übernahm ihr Besitzer. Auch hierfür möchte ich dem Besitzer Herrn M. Busch von ganzem Herzen danken, denn er ermöglichte mir nicht nur ein junges talentiertes Pferd zu reiten, sondern auch meine eigene Reiterei ein großes Stück weit zu fördern.
Natürlich sei an dieser Stelle auch gesagt, dass unermüdlicher Einsatz in Sachen „Besitzerpflege" und Zufriedenstellung ganz einfach dazu gehören. Solange die Besitzer mit der Arbeit die man selbst leistet und dem Besitzer abnimmt zufrieden sind, kommt es auch zu keinerlei Komplikationen.
Somit möchte ich mich auch bei Dani Gehmacher und Herrn Busch für ihre Mühen und die Großzügigkeit bedanken.

(Stefan Hackauf)

Lena Dörrer & Villingur vom Lixhof

Seit ca. 7 Jahren reite ich und durch einen Zufall bin ich vor 4 Jahren auf den Lixhof gelangt. Zuerst nahm ich einmal in der Woche eine Reitstunde auf den Schulpferden. Doch mit der Zeit habe ich auch Kurse mitgemacht und eines Tages wurde ich gefragt, ob ich gerne mal ein Turnier reiten möchte. So entwickelte es sich, dass Annette Braun mir ein Leihpferd zur Verfügung stellte. Wir probierten ein paar Pferde aus um zu schauen, welches Pferd am besten zu mir passt. So kam am Ende Villingur vom Lixhof dabei heraus. Nun reite ich ihn seit fast 3 Jahren fast jeden Tag und wir sind schon durch dick und dünn gegangen. Wir haben zusammen schon sehr viel erarbeitet und sind nun unzertrennlich.


Mit Villi habe ich schon sehr viel erlebt: wir gehen auf Turniere, wir waren auf einem unvergesslichen Wattritt, wir sind schon bei verschiedenen Shows aufgetreten, waren zusammen schwimmen und vieles, vieles mehr.
Ich finde ein Leihpferd sehr gut, da man den Leuten, die kein eigenes Pferd besitzen, trotzdem ermöglichen kann, Turniere zu reiten und ein Pferd auszubilden.
Natürlich hat man durch solch ein Leihpferd auch Verpflichtungen, zum Beispiel muss man auf dem Hof helfen ( Misten, Füttern, Zaun reparieren, u.s.w ) oder den Beschlag des Pferdes bezahlen. Jedoch bekommt man dafür auch sehr viel zurück.
Es ist ein tolles Gefühl für mich, dass Annette so viel Vertrauen in mich setzt und mir die Verantwortung für ihr Pferd übertragen hat.
Natürlich ist es vollkommen klar, dass Villi ihr Pferd ist, aber irgendwie ist er doch „mein" Pferd!
Danke Annette!!

(Lena Dörrer)

Mina Schust & Villimey vom Lixhof

Ich reite seit meinem 5. Lebensjahr und kam vor ca. 4 Jahren durch Zufall auf den Lixhof.
Als erstes nahm ich Reitstunden auf den Lehrpferden von Annette Braun, durfte aber auch viel mit ihrer kleinen Tochter Kai Anna Braun ausreiten. Es entstand schnell eine enge Freundschaft zwischen Kai Anna und mir. Wir trafen uns fast jeden Tag und machten spaßige, meist rasante Ausflüge mit Pferd und Hund. Mein Lieblingspferd war Vopni frá Miðhúsum von Svenja Braun, obwohl ich ihn zu der Zeit noch nicht geritten hatte. Kurz vor meinem ersten Turnier durfte ich das erste mal Vopni reiten und ich war überglücklich. Zu meinem Glück kam noch, dass ich mein erstes Turnier (vom Lixhof aus) mit Vopni reiten durfte, obwohl ich ihn erst einmal davor geritten hatte. Nach langer Überlegung von Svenja bekam ich nun Vopni als mein Reitpferd. Ich ritt ihn die Turniersaison 2007 über. Leider erkrankte Vopni Anfang 2008 an Spat. Ich bekam Villimey vom Lixhof , so zu sagen für den Übergang, vielleicht, bis Vopni wieder gesund ist, zu reiten. Doch es blieb letztendlich bei Villimey, da man Vopni nicht mehr so belasten kann wie man ihn vor seiner Krankheit belasten konnte. Seit 2 Jahren reite ich Mittlerweile Villimey fast täglich und wir sind unzertrennlich. Wir haben sehr viel Spaß beim Turnierreiten aber auch beim schwimmen gehen, Galopprennen, Horseball und sonstigen lustigen Aktivitäten. Durch Annettes tolle Arbeit und Unterstützung mit Villmey und mir, machen wir täglich Fortschritte und sehen gute Erfolge auf den Turnieren. Im Gegenzug, dass ich so ein tolles Pferd reiten darf und so gute Unterstützung habe, helfe ich fleißig bei allem mit, was auf dem Hof ansteht. Durch die Großzügigkeit von Annette muss ich nur die Beschlagskosten von Villimey und natürlich meine Turnierkosten tragen. Annette hat großes Vertrauen zu mir, da sie mich, oftmals alleine mit Villimey auf sämtliche Turniere und Trainings lässt.


Dafür an Annette ein herzliches Dankeschön!!!
Das Thema Leihpferd ist eine schöne Sache, denn man ermöglicht Menschen trotz nicht sehr großen finanziellen Möglichkeiten ein „eigenes" Pferd.
(Mina Schust)