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Montag, 7. Februar 2011
TJZ-Seminar: Rasante Reise durch die Zuchtgeschichte
"Full House" herrschte am Wochenende auf dem Wiesenhof bei der ersten 2011er Fortbildung der Initiative "Team Junge Züchter". Dani Gehmacher und Annette Braun hatten Kóki Ólason als Referenten gewinnen können, aus seiner Perspektive als jahrzehntelanger Islandpferde-Kenner und Zuchtprofi zu berichten, und die Teilnehmer staunten nicht schlecht, als er auf einmal im "TJZ"-Poloshirt vor ihnen stand.
Eine "Reise durch die Islandpferdezucht" hatte Kóki versprochen, und mit einem gleichermaßen faktenreichen wie mit zahlreichen Anekdoten geschmückten Vortrag hielt er Wort. Der Wikinger-Veteran hatte sich über seinen eigenen Wissensstand hinaus ausführlich in die Materie eingelesen und kam bestens vorbereitet zum Wiesenhof: historische Ursprünge und Zusammenhänge, natürliche und später gezielte Selektion in der Zucht auf Island, Statistiken und eigene Kommentare, einflussreiche Vererber und die Stempelhengste auf deutschem Boden, ihre Nachkommen und Einflüsse bis heute.
Das war eine ganze Menge wissenswerter Inhalte - anschaulich erklärt und unterhaltsam verpackt. Den Teilnehmern gefiel's und auch Kóki hatte Spaß dabei: "Ich freue mich riesig über das große Interesse, und das "Team Junge Züchter" ist ein richtig tolles und wichtiges Projekt. Wir müssen unseren jungen Leuten im IPZV schon ganz früh die Möglichkeit geben, viele Themen zu entdecken, und die Zucht sollte dabei eben auch eine große Rolle spielen. Allerdings habe ich heute festgestellt, dass wir hier nicht das Problem von Angela Merkel mit der Frauen-Quote haben, da brauchen wir eher eine Männer-Quote. Traut Euch, Jungs!"
Eine der Haupt-Matadorinnen der TJZ-Initiative ist Dani Gehmacher, stets engagierte "Mutter" so vieler starker Projekte im Jugendbereich (zum isibless-Interview mit Dani vom 28.01.2010): "Natürlich haben wir uns über die Resonanz sehr gefreut, aber vor allem bedeutet es uns sehr viel, wenn dann auch die Inhalte so toll sind, wie wir sie heute geboten bekommen haben. Kóki ist einfach ein Züchter mit Herz und Seele, und er hat es sehr gut verstanden, Informationen und Wissen jugendgerecht zu vermitteln.
Unser Ziel ist es ja, die TJZ-Mitglieder in aktiven Kontakt mit unseren Züchtern in Deutschland zu bringen, und das wollen wir in diesem und im kommenden Jahr noch weiter ausbauen. Da kann man sich dann ja neben solchen Vorträgen und Betriebs-Besuchen durchaus auch Diskussionsforen mit gleich mehreren Züchtern vorstellen, wo die Jugendlichen dann ruhig auch über unterschiedliche Ansichten informiert werden und darüber diskutieren. Auf jeden Fall gibt's da eine Menge guter Anregungen, die wir im Dienste unserer Mitglieder aufnehmen und umsetzen wollen."
Lara Dörrer war am Wochenende als Teilnehmerin mit dabei und klang anschließend sehr zufrieden: "Schon vorher hatten wir ja auf den TJZ-Veranstaltungen des letzten Jahres eine Menge über die Pferde selbst und z.B. auch ihre Zuchtbeurteilungen gelernt. Hier gab's aber jetzt eben auch ganz viele neue Hintergründe über die züchterischen Linien auf Island und die allgemeine Zuchtgeschichte bis heute. Ich fand's super!"
Besonders eine Anekdote hatte es Svenja Braun angetan: "Es war einfach Klasse, wie Kóki die vielen Inhalte vermittelt und wie er den Bogen spannt von den Anfängen der Zucht bis zu unseren heutigen Stars. Und als er dann noch von der Wahrsagerin erzählt hat, bei der er 1983 nach seinem Umzug nach Deutschland war und die ihm prophezeit hat, es werde irgendwann ein ganz besonderes kleines schwarzes Pferd geben, das ihn ein Leben lang begleitet - das war alles schon ganz schön bewegend."
Natalie Jakob war schon 2010 Mitglied im TJZ, und sie will auf jeden Fall am Ball bleiben: "Wir haben hier im Team miteinander viel Spaß und lernen dabei auch noch viele neue Dinge. Und wenn man dann solch einen Vortrag hört wie heute: da merkt man richtig, wie sehr Kóki für die Islandpferde lebt. Natürlich hat er auch Ecken und Kanten, aber er sagt das auch, wenn es um seine eigene Meinung geht, und will sie einem nicht ohne Argumente und Begründung aufdrücken. Auf jeden Fall war's sehr lehrreich, jemanden mit soviel Wissen kennenzulernen."
Der Wiesenhof, Veranstaltungsort dieses TJZ-Events, ist immerhin eine traditionsreiche Stätte der deutschen Islandpferdezucht, aber auch Bernhard Podlech stand dieser neuerlichen Sachkunde-Einheit sehr aufgeschlossen gegenüber, wie er im Gespräch mit isibless berichtete: "Mir gefällt es sehr gut, dass wir neben allen praktischen Inhalten auch diese historischen Zusammenhänge nicht außer Acht lassen, sondern sie uns in interessanter Form immer wieder vor Augen führen. Und interessant ist es bei Kóki ja eigentlich immer.
Ich fand es sehr gut, wie er von den Anfängen auf Island berichtet hatte - vom Beginn unter den Wikingern, von den Hengstkämpfen, den Naturkatastrophen und der weiteren züchterischen Entwicklung. Und dann natürlich auch neben der Entwicklung des Landes von den Pferden, die unsere eigene Zucht bis heute so sehr prägen. Ob das nun Sörli, Stígandi, Hrafn, Náttfari, Hervar, Baldur, Depill, Otur oder Orri waren - es ist einfach wichtig, dass diejenigen, die sich heutzutage für Zucht interessieren, auch solche Hintergründe kennenlernen.
Kóki hatte sich sehr ausgiebig vorbereitet, und wir konnten von den Fakten und auch von seinen jeweiligen Kommentaren viel lernen. Ganz gut fand ich es auch, dass er solche Systeme wie FIZO und BLUP, die wir heute verwenden, als "Navigationshilfen" bezeichnet hat und trotzdem betont hat, wie wichtig das Gefühl und die Leidenschaft eines Züchters sind. "Auf die Straße muss man schon selbst schauen" - ich denke, da hat er Recht!"
Auch Mit-Initiatorin Annette Braun war voll des Lobes: "Kóki hat den Vortrag mit viel Leidenschaft gehalten, die auch ganz sicher bei den Zuhörern angekommen ist, obwohl es ja ganz schön viel "Stoff" zu verarbeiten galt. Das ist aber natürlich auch eine große und lange Geschichte der Islandpferde insgesamt, der Hengste in Island und in Deutschland. Spannend, das mal wieder so im Überblick zu hören und so lebendig die Zusammenhänge erklärt zu bekommen!
Was ich mir erhofft hatte und was sicher auch eingetreten ist: Die Mitglieder des TJZ haben wieder mal eine andere Sichtweise kennengelernt, aus der man das Islandpferd sehen und erleben kann. Ein Züchter wie Kóki, der das schon so lange und mit viel Herzblut betreibt, der so viele Hengste und Nachkommen und die Verwandtschaften kennt, der beschreiben kann, wer dickes oder feines, viel oder wenig Langhaar vererbt, um nur mal ein nicht ganz so kriegsentscheidendes Kriterium zu nennen, hat den jungen und teilweise auch älteren Zuhörern sicher einen neuen Blickwinkel eröffnet."
Eine lohnende und lehrreiche Veranstaltung also, die hohen Informations- und Unterhaltungswert miteinander zu verknüpfen wusste. Gleichzeitig war es die Rückkehr von Kóki Ólason an den Ort, wo er vor nunmehr 27 Jahren gemeinsam mit Tommi Ragnarsson eine seiner ersten Wirkungsstätten auf deutschem Boden hatte ... und wo auch für den Isländer aus Akureyri im hohen Norden der Insel ein Rheinländer im Schwarzwald zum hoch geschätzten Freund und allzeit wichtigen Gesprächspartner wurde: Bruno Podlech!
Das war eine ganze Menge wissenswerter Inhalte - anschaulich erklärt und unterhaltsam verpackt. Den Teilnehmern gefiel's und auch Kóki hatte Spaß dabei: "Ich freue mich riesig über das große Interesse, und das "Team Junge Züchter" ist ein richtig tolles und wichtiges Projekt. Wir müssen unseren jungen Leuten im IPZV schon ganz früh die Möglichkeit geben, viele Themen zu entdecken, und die Zucht sollte dabei eben auch eine große Rolle spielen. Allerdings habe ich heute festgestellt, dass wir hier nicht das Problem von Angela Merkel mit der Frauen-Quote haben, da brauchen wir eher eine Männer-Quote. Traut Euch, Jungs!"
Eine der Haupt-Matadorinnen der TJZ-Initiative ist Dani Gehmacher, stets engagierte "Mutter" so vieler starker Projekte im Jugendbereich (zum isibless-Interview mit Dani vom 28.01.2010): "Natürlich haben wir uns über die Resonanz sehr gefreut, aber vor allem bedeutet es uns sehr viel, wenn dann auch die Inhalte so toll sind, wie wir sie heute geboten bekommen haben. Kóki ist einfach ein Züchter mit Herz und Seele, und er hat es sehr gut verstanden, Informationen und Wissen jugendgerecht zu vermitteln.
Unser Ziel ist es ja, die TJZ-Mitglieder in aktiven Kontakt mit unseren Züchtern in Deutschland zu bringen, und das wollen wir in diesem und im kommenden Jahr noch weiter ausbauen. Da kann man sich dann ja neben solchen Vorträgen und Betriebs-Besuchen durchaus auch Diskussionsforen mit gleich mehreren Züchtern vorstellen, wo die Jugendlichen dann ruhig auch über unterschiedliche Ansichten informiert werden und darüber diskutieren. Auf jeden Fall gibt's da eine Menge guter Anregungen, die wir im Dienste unserer Mitglieder aufnehmen und umsetzen wollen."
Lara Dörrer war am Wochenende als Teilnehmerin mit dabei und klang anschließend sehr zufrieden: "Schon vorher hatten wir ja auf den TJZ-Veranstaltungen des letzten Jahres eine Menge über die Pferde selbst und z.B. auch ihre Zuchtbeurteilungen gelernt. Hier gab's aber jetzt eben auch ganz viele neue Hintergründe über die züchterischen Linien auf Island und die allgemeine Zuchtgeschichte bis heute. Ich fand's super!"
Besonders eine Anekdote hatte es Svenja Braun angetan: "Es war einfach Klasse, wie Kóki die vielen Inhalte vermittelt und wie er den Bogen spannt von den Anfängen der Zucht bis zu unseren heutigen Stars. Und als er dann noch von der Wahrsagerin erzählt hat, bei der er 1983 nach seinem Umzug nach Deutschland war und die ihm prophezeit hat, es werde irgendwann ein ganz besonderes kleines schwarzes Pferd geben, das ihn ein Leben lang begleitet - das war alles schon ganz schön bewegend."
Natalie Jakob war schon 2010 Mitglied im TJZ, und sie will auf jeden Fall am Ball bleiben: "Wir haben hier im Team miteinander viel Spaß und lernen dabei auch noch viele neue Dinge. Und wenn man dann solch einen Vortrag hört wie heute: da merkt man richtig, wie sehr Kóki für die Islandpferde lebt. Natürlich hat er auch Ecken und Kanten, aber er sagt das auch, wenn es um seine eigene Meinung geht, und will sie einem nicht ohne Argumente und Begründung aufdrücken. Auf jeden Fall war's sehr lehrreich, jemanden mit soviel Wissen kennenzulernen."
Der Wiesenhof, Veranstaltungsort dieses TJZ-Events, ist immerhin eine traditionsreiche Stätte der deutschen Islandpferdezucht, aber auch Bernhard Podlech stand dieser neuerlichen Sachkunde-Einheit sehr aufgeschlossen gegenüber, wie er im Gespräch mit isibless berichtete: "Mir gefällt es sehr gut, dass wir neben allen praktischen Inhalten auch diese historischen Zusammenhänge nicht außer Acht lassen, sondern sie uns in interessanter Form immer wieder vor Augen führen. Und interessant ist es bei Kóki ja eigentlich immer.
Ich fand es sehr gut, wie er von den Anfängen auf Island berichtet hatte - vom Beginn unter den Wikingern, von den Hengstkämpfen, den Naturkatastrophen und der weiteren züchterischen Entwicklung. Und dann natürlich auch neben der Entwicklung des Landes von den Pferden, die unsere eigene Zucht bis heute so sehr prägen. Ob das nun Sörli, Stígandi, Hrafn, Náttfari, Hervar, Baldur, Depill, Otur oder Orri waren - es ist einfach wichtig, dass diejenigen, die sich heutzutage für Zucht interessieren, auch solche Hintergründe kennenlernen.
Kóki hatte sich sehr ausgiebig vorbereitet, und wir konnten von den Fakten und auch von seinen jeweiligen Kommentaren viel lernen. Ganz gut fand ich es auch, dass er solche Systeme wie FIZO und BLUP, die wir heute verwenden, als "Navigationshilfen" bezeichnet hat und trotzdem betont hat, wie wichtig das Gefühl und die Leidenschaft eines Züchters sind. "Auf die Straße muss man schon selbst schauen" - ich denke, da hat er Recht!"
Auch Mit-Initiatorin Annette Braun war voll des Lobes: "Kóki hat den Vortrag mit viel Leidenschaft gehalten, die auch ganz sicher bei den Zuhörern angekommen ist, obwohl es ja ganz schön viel "Stoff" zu verarbeiten galt. Das ist aber natürlich auch eine große und lange Geschichte der Islandpferde insgesamt, der Hengste in Island und in Deutschland. Spannend, das mal wieder so im Überblick zu hören und so lebendig die Zusammenhänge erklärt zu bekommen!
Was ich mir erhofft hatte und was sicher auch eingetreten ist: Die Mitglieder des TJZ haben wieder mal eine andere Sichtweise kennengelernt, aus der man das Islandpferd sehen und erleben kann. Ein Züchter wie Kóki, der das schon so lange und mit viel Herzblut betreibt, der so viele Hengste und Nachkommen und die Verwandtschaften kennt, der beschreiben kann, wer dickes oder feines, viel oder wenig Langhaar vererbt, um nur mal ein nicht ganz so kriegsentscheidendes Kriterium zu nennen, hat den jungen und teilweise auch älteren Zuhörern sicher einen neuen Blickwinkel eröffnet."
Eine lohnende und lehrreiche Veranstaltung also, die hohen Informations- und Unterhaltungswert miteinander zu verknüpfen wusste. Gleichzeitig war es die Rückkehr von Kóki Ólason an den Ort, wo er vor nunmehr 27 Jahren gemeinsam mit Tommi Ragnarsson eine seiner ersten Wirkungsstätten auf deutschem Boden hatte ... und wo auch für den Isländer aus Akureyri im hohen Norden der Insel ein Rheinländer im Schwarzwald zum hoch geschätzten Freund und allzeit wichtigen Gesprächspartner wurde: Bruno Podlech!







