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Dienstag, 7. Dezember 2010

Bundesjugendtraining 2010

Bericht vom Bundesjugendtraining 2010: „Zuchtprüfungen zum anfassen" mit Marlise Grimm

Dieses Training hatten die baden-württembergischen "Tänzer" übrigens auf der DJIM 2009 als Siegerpreis "ertanzt". Jetzt zum Inhalt:

Das diesjährige Bundesjugendtraining fand am Wochenende vom 16. auf den 17.10 auf dem Wiesenhof statt. Wie man es auf dem Wiesenhof bereits gewohnt ist wurden wir sehr herzlich im Gästehaus empfangen und konnten auch gleich unser Gepäck in die Zimmer räumen, bevor es dann um 10 Uhr mit der offiziellen Begrüßung im Seminarraum losging. Hier wurde eine kurze Vorstellungsrunde abgehalten und dann gaben uns Marlise und Dani eine kurze Übersicht über den Inhalt des Kurses.
Danach wurden uns die ersten drei Zuchtprüfungen (Fohlenprüfung, Materialprüfung für Jungpferde und Basisprüfung für Stuten) in der Theorie vorgestellt. In der Halle konnten wir uns dann über einige praktische Demonstrationen dieser Prüfungen freuen, bei dem wir auch selbst unsere Meinung äußern konnten und später sogar in kleinen Gruppen selber richteten. Unsere Ergebnisse trugen wir dann Marlise und den anderen Gruppen vor, sodass wir alle darüber noch einmal diskutieren und die Richtigkeit der gemachten Einschätzungen überprüfen konnten.
Auch erklärte uns Marlise worauf man als Treiber bei solch einer Prüfung achten muss. Später hatten dann noch vier Teilnehmer die Möglichkeit selbst als Treiber (jeweils in Zweierteams) ein Jungpferd vorzustellen.
Nach einem vorzüglichen Mittagessen wurde dann recht bald mit der Erläuterung der FIZO fortgefahren. Dabei wurde sowohl auf den Ablauf als auch auf die einzelnen Bestandteile dieser Prüfung eingegangen. Der Theorie folgte dann die praktische Demonstration bei der uns Bernhard Podlech Leysing vorritt. Auch hier wurde eine genau Analyse während und nach dem Ritt durchgeführt und Marlise erklärte ihre Entscheidungen gut und ausführlich. Bernhards Ritt folgten dann vier weitere FIZO-Prüfungen, bei denen vier Kursteilnehmer einmal selbst randurften. Der Rest des Kurses beurteilte gemeinsam die Ritte. Danach gab es für 5 Teilnehmer die Möglichkeit einmal selbst Galopp verstärken mit einem Schulpferd auszuprobieren. Der Rest des Kurses nutzte die freie Zeit bis zum Abendessen für einen gemeinsamen Ausritt. Später am Abend fand dann noch eine Party in der Schmiede statt. Diese Möglichkeit nutzten vor allem die älteren Kursteilnehmer wodurch es ein eher kleiner Kreis blieb, der aber immerhin bis halb zwei durchhielt. Danach ging es ab in die Betten.
Der nächste Morgen begann mit einem reichhaltigen und gemütlichen Frühstück, dem eine Theorieeinheit folgte um die vollen Mägen am frühen Morgen noch nicht zu arg zu belasten. Inhalt waren diesmal Prüfungen für zuchtinteressierte Reiter, also IPZV-Jungzüchterwettbewerb, Performance Class, Gaedingakeppni und Futurity/Youngster-Prüfungen. Auch wurde hier das Team junge Züchter des IPZV vorgestellt. Dies ist eine kostenfreie Möglichkeit für junge Reiter mehr über Zuchtprüfungen und Zucht an sich bei verschiedenen Veranstaltungen zu erfahren und auch auf Turnieren eigens für dieses Team entwickelten Prüfungen teilzunehmen.
Nach der Theorie wurden wie bereits am Vortag bis zum Mittagessen alle besprochenen Prüfungen praktisch demonstriert, wobei die manchmal entstehenden Pausen von allen gern genutzt wurden um sich bei dem doch nicht allzu warmen Wetter im Gästehaus mit Kaffee, Kakao und Tee aufzuwärmen.
Dem Mittagessen folgte dann der zweite Durchgang der FIZO-Prüfung, bei der die Reiter vom Vortag die Möglichkeit hatten (und oftmals auch nutzen) ihre errittenen Noten nochmal aufzubessern. Der letzte praktische Teil gestaltete sich dann schließlich als eine Demonstration der Nachkommen Prüfung bei der uns eine Stute mit zwei gerittenen Nachkommen vorgestellt wurde. Darauf folgte die Abschlussbesprechung im Gästehaus, bei der noch letzte Fragen geklärt wurden und die Kursteilnehmer ein Feedback zum Kurs abgaben. Dieses fiel durchweg positiv aus. Danach zerstreute sich die Gesellschaft langsam und alle fuhren mehr oder weniger weit nach Hause.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein sehr interessanter Kurs war, bei dem ein Thema beleuchtet wurde, das sonst oftmals eher etwas in Vergessenheit gerät. Es waren tolle Pferde zu sehen, dennoch gab es auch für einige Kursteilnehmer die Möglichkeit selbst einmal eine Zuchtprüfung zu reiten. So entstand ein guter Mix, bei dem wohl keinem langweilig geworden ist. An dieser Stelle möchte ich mich deshalb stellvertretend für alle Kursteilnehmer bei Dani Gehmacher, Marlise Grimm und Anette Braun für die gute Organisation und die tolle Durchführung bedanken. Auch will ich den Sponsoren dieser Veranstaltung danken, den Islandpferdegestüten Bautzenhof, Burrishof und Tiefenbachtal.

(Matthias Jehle)