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Dienstag, 25. Mai 2010
"Let me laugh and try again." (deutsch)
"Let me laugh and try again. " (Stian Pedersen)
Oder: Das ist die Einstellung, die man in der Arbeit mit Pferden verfolgen sollte.
Im jetzt bereits dritten Jahr in Folge waren Stian Pedersen und sein Mentor Bent Rune Skulevold für den Jugendkader Baden-Württemberg zu Besuch auf dem Wiesenhof.
Und auch in diesem Jahr war es ein einmaliges Erlebnis, diesen außergewöhnlichen „Horsemen" bei der Arbeit zusehen zu dürfen und einige der Jugendlichen hatten sogar die große Ehre, bei ihnen zu reiten.
Vorherrschende Themen in diesem Jahr waren Geraderichtung und Versammlung, die inhaltlich auf dem aufbauen, was wir bereits in den letzten Jahren mit Stian und Bent Rune behandelt haben. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis haben wir uns dem Thema angenähert und versucht zu verstehen, wie es dem Pferd geht, was wir eigentlich von ihm verlangen, wenn wir - oder auch die Richter - möchten, dass es rundenlang mit untertretender und eng fußender Hinterhand um die Ovalbahn läuft. Wie Stian eben ist, mussten wir dies nicht nur in der Theorie verstehen, sondern Stian wollte, dass wir es hautnah nachvollziehen können. So lief nun also ein kompletter Jugendkader Baden-Württemberg rundenlang um die Reithalle, ging in die Knie, richtete sich wieder auf, ging in die Knie, richtete sich wieder auf,..., bis schließlich alle Reiter mit zittriger Muskulatur in den Beinen versprachen, ihre Pferde jedes Mal nach ein paar gelungenen Schritten auf dem Weg zur Versammlung sich wieder entspannen zu lassen. In kleinen Gruppen durften dann einige Reiter ebendies auch auf dem Pferderücken üben - wir arbeiteten an Durchlässigkeit, Geraderichtung und Versammlung - je nachdem eben, auf welchem Leistungsstand sich Reiter und Pferd gerade befanden. In ruhiger und angenehmer Atmosphäre hatten Reiter, Pferde und Zuschauer Zeit und Gelegenheit, sich bei den internationalen Koryphäen fortzubilden. Einmalig und beeindruckend bei Stian und Bent Rune ist sicherlich die besonders positive Einstellung zum Pferd als Partner und Freund. Vermeintliche Fehler des Pferdes werden nie als Fehler gesehen, sondern mehr als Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und als Möglichkeit für den Reiter, seine Hilfengebung zu präzisieren und dem Pferd die Gelegenheit zu geben, die gestellte Aufgabe mit einer feineren Hilfengebung erneut zu versuchen. Denn das Pferd macht keine Fehler, es reagiert nur auf uns und unsere Körpersprache. Eine schöne Gleichung stellten Stian und Bent Rune auf als sie uns erzählten, dass Pferdeausbildung wie ein Computerspiel sei; man sammle Erfahrungspunkte und entwickle sich weiter und erreiche neue Levels. Riskierte man nun aber zu viel, hörte zu viel auf Turnierergebnisse und zu wenig darauf, was das Pferd einem sagte, so verlöre man Level und stiege ab. Man ist aber auch in der Lage, durch gezielte und geduldige Grundausbildung gewisse Fundamente zu legen, welche niemals verloren gehen können, egal wie viele Punkte man auch unterwegs verliert. Eine schöne Gleichung wie ich finde, welche auch ausdrückt, wie viel wert die Persönlichkeit eines jeden Pferdes ist und wie wichtig es ist, diese zu bewahren und zu fördern mit allen unseren reiterlichen Mitteln, die wir haben. Denn schließlich ist es unsere Passion, uns mit unseren Pferden zu beschäftigen, sie zu pflegen und uns mit ihnen zu freuen. Und wenn wir es einmal geschafft haben, eine solche Beziehung auf soliden Fundamenten aufzubauen, dann kann uns auch auf dem Turnier niemand mehr stoppen - das ist es doch, was uns Stian Turnier für Turnier zeigt und beweist, oder?!
Vielen Dank, Stian und Bent, dass ihr uns das - einmal wieder - klar gemacht habt und uns an eurem unglaublichen Wissensschatz teilhaben habt lassen, es ist jedes Mal aufs Neue eine unglaubliche Bereicherung für uns!
Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!
(Svenja Braun)
Oder: Das ist die Einstellung, die man in der Arbeit mit Pferden verfolgen sollte.
Im jetzt bereits dritten Jahr in Folge waren Stian Pedersen und sein Mentor Bent Rune Skulevold für den Jugendkader Baden-Württemberg zu Besuch auf dem Wiesenhof.
Und auch in diesem Jahr war es ein einmaliges Erlebnis, diesen außergewöhnlichen „Horsemen" bei der Arbeit zusehen zu dürfen und einige der Jugendlichen hatten sogar die große Ehre, bei ihnen zu reiten.
Vorherrschende Themen in diesem Jahr waren Geraderichtung und Versammlung, die inhaltlich auf dem aufbauen, was wir bereits in den letzten Jahren mit Stian und Bent Rune behandelt haben. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis haben wir uns dem Thema angenähert und versucht zu verstehen, wie es dem Pferd geht, was wir eigentlich von ihm verlangen, wenn wir - oder auch die Richter - möchten, dass es rundenlang mit untertretender und eng fußender Hinterhand um die Ovalbahn läuft. Wie Stian eben ist, mussten wir dies nicht nur in der Theorie verstehen, sondern Stian wollte, dass wir es hautnah nachvollziehen können. So lief nun also ein kompletter Jugendkader Baden-Württemberg rundenlang um die Reithalle, ging in die Knie, richtete sich wieder auf, ging in die Knie, richtete sich wieder auf,..., bis schließlich alle Reiter mit zittriger Muskulatur in den Beinen versprachen, ihre Pferde jedes Mal nach ein paar gelungenen Schritten auf dem Weg zur Versammlung sich wieder entspannen zu lassen. In kleinen Gruppen durften dann einige Reiter ebendies auch auf dem Pferderücken üben - wir arbeiteten an Durchlässigkeit, Geraderichtung und Versammlung - je nachdem eben, auf welchem Leistungsstand sich Reiter und Pferd gerade befanden. In ruhiger und angenehmer Atmosphäre hatten Reiter, Pferde und Zuschauer Zeit und Gelegenheit, sich bei den internationalen Koryphäen fortzubilden. Einmalig und beeindruckend bei Stian und Bent Rune ist sicherlich die besonders positive Einstellung zum Pferd als Partner und Freund. Vermeintliche Fehler des Pferdes werden nie als Fehler gesehen, sondern mehr als Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und als Möglichkeit für den Reiter, seine Hilfengebung zu präzisieren und dem Pferd die Gelegenheit zu geben, die gestellte Aufgabe mit einer feineren Hilfengebung erneut zu versuchen. Denn das Pferd macht keine Fehler, es reagiert nur auf uns und unsere Körpersprache. Eine schöne Gleichung stellten Stian und Bent Rune auf als sie uns erzählten, dass Pferdeausbildung wie ein Computerspiel sei; man sammle Erfahrungspunkte und entwickle sich weiter und erreiche neue Levels. Riskierte man nun aber zu viel, hörte zu viel auf Turnierergebnisse und zu wenig darauf, was das Pferd einem sagte, so verlöre man Level und stiege ab. Man ist aber auch in der Lage, durch gezielte und geduldige Grundausbildung gewisse Fundamente zu legen, welche niemals verloren gehen können, egal wie viele Punkte man auch unterwegs verliert. Eine schöne Gleichung wie ich finde, welche auch ausdrückt, wie viel wert die Persönlichkeit eines jeden Pferdes ist und wie wichtig es ist, diese zu bewahren und zu fördern mit allen unseren reiterlichen Mitteln, die wir haben. Denn schließlich ist es unsere Passion, uns mit unseren Pferden zu beschäftigen, sie zu pflegen und uns mit ihnen zu freuen. Und wenn wir es einmal geschafft haben, eine solche Beziehung auf soliden Fundamenten aufzubauen, dann kann uns auch auf dem Turnier niemand mehr stoppen - das ist es doch, was uns Stian Turnier für Turnier zeigt und beweist, oder?!
Vielen Dank, Stian und Bent, dass ihr uns das - einmal wieder - klar gemacht habt und uns an eurem unglaublichen Wissensschatz teilhaben habt lassen, es ist jedes Mal aufs Neue eine unglaubliche Bereicherung für uns!
Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!
(Svenja Braun)







