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Dienstag, 27. April 2010

Prüfungsreiten mit Alexander Sgustav.

Nach einem sehr unterhaltsamen und interessanten Wochenende mit Horst Klinghart ging das diesjährige Übungsturnier drei Wochen später (17. - 18. April 2010) in die zweite Runde. Wer die Chance hatte an beiden Wochenenden anwesend zu sein, wird bestätigen, dass sowohl Horst als auch Xandl nicht nur sehr interessante Impulse zu jeder der Pferd-Reiter-Kombinationen geben konnten, sondern auch wie man so schön sagt „den Schalk im Nacken sitzen hatten". Diese scheinbar angeborene Fähigkeit der beiden Trainer hob die Übungsturniere auf dem Wiesenhof in diesem Jahr in sehr angenehmer Weise von „normalen" Lehrgängen ab und wird den Teilnehmern bestimmt im Gedächtnis bleiben.
Und nun zum Wetter: Das Wochenende mit Alexander Sgustav begann samstags morgens bei herrlichem Wetter, wurde von strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel bis in den Abend hinein begleitet, und Sonntag nachmittags unter genau denselben, fast schon auffällig guten Bedingungen abgeschlossen. In diesem Punkt hob sich dieses Wochenende deutlich vom ersten ab, an dem fast jede Prüfung im Regen geritten wurde.
Am Samstag wurde ein Turnier inklusive Sprecher, Noten und sogar Musik inszeniert, um den Teilnehmern aus dem Jugendkader Baden-Württemberg die Chance zu geben, ihrer Vorstellung vor Beginn der Turniersaison möglichst den letzten Schliff zu verpassen und die Abreit-, Einreit-, Prüfungs- und Ausreittechnik noch einmal zu überdenken und zu optimieren. Das schöne Wetter lud dazu ein, sich gegenseitig zuzuschauen, was meiner Erfahrung nach jedes Mal zu irgendeiner neuen Erkenntnis führt und ein gewisses Turnierfeeling hervorgerufen hat.
Als schließlich alle Prüfungen beendet waren, wurde bei der Videoanalyse alles, und zwar wirklich alles nochmal angesehen, von Xandl und Dani beurteilt, kommentiert, durchgekaut, zurückgespult, wiederholt, als Standbild oder in Zeitlupe analysiert, wieder zurückgespult und beim nächsten wieder von vorne angesehen. Was hier vielleicht etwas langwierig und anstrengend klingt, war es auch. Trotzdem hat es sich meiner Meinung nach 100% gelohnt soviel wie möglich aufzunehmen, da man schließlich aus allen Fehlern oder auch guten Leistungen lernen kann, und dafür sind wir schließlich da! Das leckere Essen ist eigentlich schon eine Selbstverständlichkeit, trotzdem möchte ich mich nochmal herzlich im Namen aller beim Gästehaus bedanken.
Überraschenderweise waren Annki, Vivianne und ich die einzigen, die auch auf dem Wiesenhof übernachtet haben, weshalb wir den Abend doch eher geruhsam ausklingen ließen.
Sonntags hatte jeder eine Reitstunde bei Alexander, in der an den vom Vortag besprochenen Schwächen oder auch Stärken gearbeitet wurde, immer auf den jeweiligen Standpunkt von Pferd und Reiter abgestimmt. Hier kamen auch noch eher ungewohnte Methoden wie Singen, Schreien oder Lachen zum Einsatz die, wie Dani erläuterte, ein Verspannen in der Brustmuskulatur verhindern sollten.
Ich denke, jeder der Reiter konnte etwas mit Xandls Unterrichtsweise anfangen und mit Sicherheit deutliche Verbesserungen zum Vortag Spüren, Hören oder Sehen.
Dieses Übungsturnier ist den Veranstaltern, dem lieben Alexander, den Reitern & Pferden und nicht zuletzt dem Wetter sehr gut gelungen. Vielen Dank!

(Anne-Sophie Hufer)