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DJIM 2009 - das Wochenende & der Wattritt.
Ellringen den 26.07.2009
Liebe „Daheimgebliebene",
Eine Woche Deutsche Jugendmeisterschaft in Ellringen, bei Familie Schenzel, neigt sich nun langsam aber sicher dem Ende zu. Eine Woche voller Höhen und Tiefen, eine Woche zwischen sinnflutartigen Regenfällen und strahlendem Sonnenschein und nicht zuletzt voller Fleiß und Feierei.
Wir befinden uns gerade mitten im spannendsten Teil einer DJIM, den Finaltagen. Viele ambitionierte Reiterinnen und Reiter geben in Zwischenfinals und Finals ihr Bestes und kämpfen um einen Titel des Deutschen Jugendmeisters, darunter auch einige Mitglieder der Baden-Württemberg Jugend. Während einige in der Ovalbahn dominierten, gaben andere ihr Können und ihr Geschick außerhalb der Bahn zum Besten. So konnten wir besonders im Block der Vielseitigkeit brillieren und gute Platzierungen mit nach Hause nehmen.
Ein weiterer toller Erfolg der mit in den Süden „wandert" ist der Sieg von Karolin Streule in der Kombinationswertung der Dressurprüfungen. Hier konnte sie zusammen mit ihrem Hengst Alvitur, die seit diesem Jahr von Jos Dirix entworfene und als Wanderpokal gestiftete Statue „Tölter", mit nach Hause nehmen.
Wie auch in den Jahren davor wurde die Abschlussparade der DJIM wieder mit Spannung erwartet. Wer wir die weiteren Kombinationswertungen gewinnen? Wer hat auf der diesjährigen DJIM das Sichtungskomitee davon überzeugen können und sich einen Platz im Bundeskader der Jungen Reiter sichern können?
Die Spannung wurde mit einem positiven Ergebnis belohnt, denn Kira Güldner konnte das Sichtungskomitee um Elisabeth Berger überzeugen und wurde in den Kader Junger Reiter aufgenommen. Herzlichen Glückwunsch!
Das Programm neigt sich nun dem Ende zu und alle fiebern dem lange geplanten Wattritt zur Insel „Neuwerk" entgegen, der mit Sicherheit zu einem gelungenen Ende der diesjährigen DJIM führen wird.
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste und hoffentlich genauso erfolgreiche DJIM 2010 in Ellenbach bei Familie Althans und danken an dieser Stelle unseren Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung kaum zu bewältigen gewesen wäre und natürlich den geduldigen Eltern, die es ihren Kindern ermöglichen, an solch einem Event teilzunehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Hackauf & Svenja Braun
P.S.: Übrigens: Der Wattritt war wieder ein voller Erfolg! Ganz früh am Montag Morgen machte sich der baden-württembergische Teil der Übriggebliebenen auf dem „DJIMer" Paddockplatz auf den Weg nach Cuxhaven. Je näher man Richtung Cuxhaven kam, desto öfter blitzte bereits eine größere blaue Fläche auf dem Bildschirm des Navigationsgerätes auf, welches die Vorfreude noch zu vergrößern mochte - das Meer! Wir als süddeutsche Landratten, die das wahre Meer nur aus Katalogen oder von Fernreisen kennen, konnten uns gar nicht satt sehen an dieser unendlich scheinenden, riesigen Fläche, die zur Zeit unserer Ankunft in Cuxhaven noch mit ca. 2,5 m hohem (!) Wasser bedeckt war. Und dort sollten wir in Kürze zur Insel Neuwerk reiten? Die spinnen doch, die Norddeutschen! Aber wir konnten uns gar nicht so schnell umsehen, da hatte sich das Meer auch schon bis zum Horizont zurückgezogen und ca. 30 baden-württembergische Islandpferde mit ihren Reitern strömten, den Wattwagen folgend, über den Strand hinab in das Norddeutsche Wattenmeer. Die Euphorie, die von Pferden und Reitern ausging, war beinahe mit Händen zu greifen. Wie wir uns freuten und wie viel Spaß es machte, durch's Watt zu fegen - in Tölt, Trab, Galopp, Pass, was eben die Pferde so anboten. Auch die Gymnastizierungsarbeit sollte nicht auf der Strecke bleiben, so wurden die Priele für „Schenkelweichen-Reihen" mit 30 Mann genutzt - erst dem rechten Schenkel, dann dem linken Schenkel...
Schlammverschmiert, bester Laune und überglücklich kamen wir auch schließlich auf Neuwerk an, versorgten die Pferde und das Lederzeug, zogen uns um, bezogen Quartier und jeder nutzte den freien Nachmittag auf seine eigene Art und Weise - ob bei einem Rundgang um die Insel, bei Schwimmen im - doch sehr schnell wieder zurück gekommenen Meer -, bei Schlafen auf dem Deich, beim Robben suchen, Lesen, ... Für jeden war etwas dabei!
Den Abend verbrachten wir wieder alle gemeinsam mit einem schönen, gemütlichen Abendessen - viel Fisch, keine Apfelschorle (die war nämlich aus und kam erst mit dem nächsten Versorgungsschiff - g*), leckeres Essen und eine tolle Stimmung!
Ähnlich vergnügt machten wir uns am nächsten Tag auf den Rückweg und erlebten einen unterhaltsamen Rückweg durch den Schlamm und die Priele des Norddeutschen Wattenmeers.
Ein einmaliges Erlebnis, hoffentlich gibt es das noch einmal! Toll war es!







